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Winterzeit ist oft Grippezeit - Wie kann man sich schützen?

Fast jeden hat es schon mal erwischt - insbesondere im Winter: die Grippe. Auslöser für die Grippe ist das sogenannte Influenzavirus. Insgesamt wird zwischen drei verschiedenen Virustypen unterschieden: Virustyp A, B und C. Eine Impfung kann vor der Grippe schützen und das Ansteckungsrisiko verringern.

Wie steckt man sich an?

„In den meisten Fällen stecken sich die Menschen mit dem Grippevirus durch die Tröpfcheninfektion an. Erkrankte Personen, die beispielsweise niesen oder husten, geben so die Grippeviren in die Umgebung. Werden die infektiösen Tröpfchen inhaliert, gelangen die Viren in die Atemwege und greifen dort die Schleimhäute an. Auch durch den direkten Kontakt mit einer erkrankten Person, wie zum Beispiel beim Händeschütteln, ist eine Ansteckung möglich“, erklärt Petra Stuckmann, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Allergologie und reisemedizinische Gesundheitsberatung, MVZ Herne – Ärzte Hölkeskampring. Zudem können sich die Viren über eine Schmierinfektion verbreiten. Kommen die Hände beispielsweise mit einer verunreinigten Oberfläche in Kontakt (Telefonhörer oder Türklinke) und berührt man anschließend die Nase oder andere Schleimhäute, kann sich sehr schnell eine Infektion im Körper ausbreiten.

Worin unterscheidet sich eine Erkältung von einer Grippe?

Die beiden Krankheitsbilder werden oft verwechselt, da sie ähnliche Symptome aufweisen. Während sich eine Erkältung schleichend entwickelt, tritt die Grippe sehr plötzlich auf. Typisch für eine Grippe ist ein akuter Beginn der Erkrankung mit Fieber, trockenem Husten, Glieder- und Kopfschmerzen sowie Abgeschlagenheit und Appetitlosigkeit. Bei schweren Formen können Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall, Übelkeit und Erbrechen – als Komplikation – eine Lungenentzündung hinzukommen.

Was kann man machen, um das Infektionsrisiko zu verringern?

Ein enger Kontakt wie Umarmung oder Küsschen mit erkrankten Menschen sollte vermieden werden. „Auch das Hände schütteln ist tabu. Über die Hände werden ca. 80 % aller ansteckenden Krankheiten übertragen. Umso wichtiger ist es, auf die Hygiene zu achten, um sich vor einer Infektion zu schützen. Durch regelmäßiges und gründliches Händewaschen kann das Ansteckungsrisiko stark reduziert werden“, betont die Fachärztin.

Mit einer Impfung vorbeugen

Die beste Möglichkeit sich vor einer Infektion zu schützen, ist die Grippeimpfung. Diese sollte vor Beginn der Grippesaison erfolgen. Nach der Impfung dauert es bis zu 2 Wochen, bis sich die volle Wirkung des Impfstoffes im Körper entfaltet. Eine vorbeugende Impfung ist besonders für ältere Personen über 60 Jahre, Schwangere und chronisch kranke Personen empfehlenswert. Auch Menschen, die einem hohen Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind, wie beispielsweise medizinisches und pflegerisches Fachpersonal, sollten sich regelmäßig impfen lassen. „Da sich Grippeviren ständig verändern, ist man durch eine einmalige Impfung nicht auf Dauer geschützt. Jährlich werden die Impfstoffe an die aktuelle epidemiologische Situation entsprechend angepasst. Daher ist es ratsam die Impfung jedes Jahr aufzufrischen. Der Vierfach-Impfstoff, der für die Influenzasaison 2018 / 2019 entwickelt worden ist, enthält je zwei Influenza-A- und zwei Influenza-B-Stämme“, erklärt Stuckmann. Bei diesem Impfstoff  handelt es sich um einen sogenannten Totimpfstoff, der ungefährlicher und tendenziell besser verträglich ist als Lebendimpfstoff, wie er für Masern-, Windpocken- und Gelbfieber-Impfungen verwendet werden muss. „Totimpfstoffe sind demnach auch für Menschen mit geschwächtem Immunsystem, wie ältere und chronisch kranke Personen mit beispielsweise Diabetes, Asthma oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen gut geeignet und für diese besonders empfehlenswert“, so die Fachärztin.

Sie haben weitere Fragen? Dann wenden Sie sich an die Experten des MVZ Herne Ärzte – Hölkeskampring.

Ihre Expertin

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Petra Stuckmann

Fachärztin
MVZ Herne – Ärzte Hölkeskampring
Fon 02323 499-1970
info@mvz-herne.com

Tipps im Überblick

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  • Hände waschen ist das A & O. Waschen Sie sich regelmäßig und gründlich die Hände. Insbesondere nach dem Toilettenbesuch und vor dem Essen.
  • Vermeiden Sie zur Begrüßung das Händeschütteln und engen Kontakt zu erkrankten Menschen.

  • Machen Sie regelmäßige Sparziergänge an der frischen Luft. Das stärkt das Immunsystem und sinkt das Ansteckungsrisiko.

  • Für ein starkes Immunsystem spielt nicht nur die Bewegung, sondern auch die Ernährung eine wichtige Rolle. Achten Sie daher auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung.