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Volkskrankheit Sodbrennen Was tun, wenn die Speiseröhre brennt?

Sodbrennen ist nicht nur lästig, in extremer Form schränkt es auch die Lebensqualität ganz erheblich ein. Das Brennen in der Speiseröhre ist aber oft harmlos und geht wieder vorbei. Es sei denn, es handelt sich um das Symptom der Refluxkrankheit, was nichts anderes bedeutet, als dass Magensäure in die Speiseröhre zurückläuft. Jeder siebte Deutsche ist davon in unterschiedlichem Ausmaß mit verschiedenen Symptomen betroffen. Denn nicht nur ein brennender, stechender Schmerz vom Hals bis zum Magen kann auf Sodbrennen hindeuten. Auch Schluckbeschwerden, morgendliche Heiserkeit, chronischer Husten sowie saures Aufstoßen weisen auf die Refluxerkrankung hin. Damit diese Symptome behandelt werden können, ist zunächst eine umfassende Diagnostik wichtig.

Diagnose

Die gastroenterologischen Experten des St. Anna Hospital Herne, des Marien Hospital Herne und des Marien Hospital Witten nutzen modernste Untersuchungsmethoden in HD Technik, um den Reflux zu diagnostizieren.

Mit der sogenannten 24-Stunden-pH-Metrie wird durch eine dünne Sonde einen Tag lang der Säuregehalt der unteren Speiseröhre gemessen. So ist es möglich, den Schweregrad der Refluxkrankheit zu bestimmen.

Auch eine Magenspiegelung kann genutzt werden, mit der man bereits bestehende entzündliche Veränderungen, Narben und Vorstufen einer Tumorerkrankung erkennen kann. Außerdem dient sie dem Ausschluss anderer Erkrankungen, die sich durch ähnliche Symptome äußern können.

Weitere Diagnoseverfahren, die zum Einsatz kommen können, sind Röntgenuntersuchungen sowie eine Messung der Bewegungsabläufe der Speiseröhre, die sogenannte Manometrie.

Sobald eine Diagnose vorliegt, können die Ärzte die geeignete Therapie festlegen.

Therapie

In den meisten Fällen lässt sich eine Refluxerkrankung zunächst medikamentös mit Säureblockern in den Griff bekommen. Zwar werden die Symptome bei vielen Betroffenen durch die Einnahme deutlich reduziert, doch sie beseitigen nicht die Ursache des Sodbrennens. Daher ist eine lebenslange Einnahme der Medikamente häufig notwendig.

Rufen die Medikamente starke Nebenwirkungen hervor oder besteht ein langfristiger Behandlungsbedarf, ist eine Antirefluxoperation eine sinnvolle Alternative. Dafür sind heutzutage nur noch kleine Schnitten notwendig, da die Operation häufig minimal-invasiv durchgeführt wird. Dabei wird der gestörte Verschlussmechanismus ausgebessert, damit die Magensäure nicht mehr zurück in die Speiseröhre fließt und die Beschwerden beseitigt werden. Mithilfe von modernster Robotik wird dabei aus dem oberen Teil des Magens eine Manschette gebildet, die um den unteren Schließmuskel der Speiseröhre gelegt wird und diesen unterstützt. So kann der Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre gestoppt werden.

Darüber hinaus sind vor allem eine fettarme und eiweißreiche Ernährung sowie der Verzicht auf Kaffee, Nikotin und Alkohol zu empfehlen.

Ihre Experten

doc

Dr. med. Viktor Rempel

Chefarzt
Klinik für Gastroenterologie
St. Anna Hospital Herne
Fon 0 23 25 - 986 - 21 51
medklinik2@annahospital.de

doc

Priv.-Doz. Dr. David Scholten

Chefarzt
Klinik für Innere Medizin und Gastroenterologie
Marien Hospital Witten
Fon 0 23 02 - 173 - 13 71
medizinischeklinik@marien-hospital-witten.de

doc

Dr. med. Johannes Schweinfurth

Leitender Arzt
Abteilung für Gastroenterologie
Marien Hospital Herne
Fon 0 23 23 - 499 - 51 74
gastroenterologie@marienhospital-herne.de